Es wird ungemütlich in Griechenland

Wir kommen recht spät los diesen Morgen, da es immer wieder regnet und bei 8 Grad frühstücken wir lieber gemütlich im Zelt. Es erwartet uns gleich ein enges Tal mit viel Gegenwind kurz hinter Tempe. Schön anzusehen ist es aber. Mittig erwartet uns die Kirche Agia Paraskevi im Fels mit Brücke über den Fluss.

Kirche im Fels Agia Paraskevi

Es sind tatsächlich ein paar Menschen dort. Wir schauen uns das Gelände an und fahren weiter. Kurze Zeit später treffen wir auf einen britischen Motorradfahrer, der uns gleich einen Tee anbietet. Der passt bei den Witterungsbedingungen perfekt. Sein Name ist Steve und er hat gerade drei Monate in der Türkei verbracht. Nur leider ging keine Grenze auf.

Er bekommt auch gleich den Brexit zu spüren, da er sich im gesamten Schengen Bereich nur drei Monate aufhalten darf. Steve plant in drei Monaten wieder in die Türkei zu kommen. Außerdem empfiehlt er uns eine Gastgeberin in Soma welche gerne Reisende empfängt, aber seit Covid keine Gäste hatte. Nach einem netten Gespräch verabschieden wir uns und fahren weiter zum Olymp. Dort werden wir unser Lager für die Nacht am Strand aufschlagen und den Blick genießen.

Schlafplatz mit genialem Blick auf den Olymp

Wir fahren weiter Richtung Thessaloniki und schlagen uns mal wieder vermehrt mit kläffenden Hunden herum. Anhalten und laut ansprechen hilft im Normalfall, wird aber nach einer Weile anstrengend. Nachdem uns die Beschilderung neugierig gemacht hat fahren wir 20 km Umweg, um ein Naturschutzgebiet im Axiou Delta zu durchfahren.

Das Schild sah verlockend aus

Wir werden aber herb enttäuscht, da es außer Ackerland, Kühe und ein paar Fischer nichts zu sehen gibt. Thessaloniki liegt vor uns und wir wollen es umfahren. Auch das umliegende Gebiet ist schon dicht besiedelt und die Straßen sind voll. Wir fahren zum Supermarkt für die letzten Einkäufe und bekommen mit, dass ein Auto auf dem Parkplatz aufgebrochen wurde. Dies bedeutet für uns verschwunden zu sein bevor die Polizei auftaucht. Es ist schließlich noch Lockdown und wir überschreiten Bundesgrenzen. Schnell einpacken und weiter. Bei der Schlafplatzsuche hilft uns mal wieder die App iOverlander. Wir landen an einer Kirche nördlich der Stadt.

Unser Schlafplatz für die Nacht

Die Wasserquelle dort ist leider nicht in gutem Zustand. Patric fährt noch mal los, Wasser besorgen. Ein paar hundert Meter die Straße hinauf findet er gleich jemand zum Ansprechen. Sie sind hilfsbereit, zu hilfsbereit. Dank unseres dürftigen Griechisch versucht Patric ihnen klarzumachen, dass wir Leitungswasser brauchen, zum Kochen und um uns zu waschen. Sie hatten Eistee und Limonade angeboten. Am nächsten Tag geht es weiter durch den Vorstadtdschungel. Kurz vorm Verlassen der Stadt sehen wir eine Imbissbude. Zu Zeiten Coronas wo die meisten Dinge geschlossen sind, ist diese sehr verlockend. Es ist zwar längst keine Mittagszeit, aber Patric lässt sich die Spezialität des Hauses schmecken. Eine Art gepimpter Hotdog mit einer Riesenwurst und Pommes.

Seit langem das erste offene „Restaurant“ am Wegesrand

Sehr lecker. Danach geht es über einen Hügel parallel zur Hauptstraße, mit Blick an einem größeren Kirchenkomplex in Lagyna vorbei. Wir fahren auf der Bundesstraße 2 weiter Richtung Asprovalta. Dank der parallel, aber weit genug weg, geführten Autobahn gibt es nur wenig Verkehr. Wir verbringen einige Zeit in einer Bushaltestelle, da es mal wieder regnet. Mit leckerem Essen lässt es sich gut aushalten. Abends finden wir bei Nea Madytos einen trockenen Schlafplatz unter einem alten Dach einer Maschinenhalle.

nicht gemütlich, aber trocken

Für den kommenden Tag freuen wir uns auf die heißen Quellen von Loutra Eletheron. Wir wissen nur das sie existieren, aber nicht was uns dort genau erwartet.

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