Weihnachts Spezial

Ein kurzes Weihnachtsupdate aus Täbris

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch an euch alle!

Wir retten ein paar Leben so nebenbei

In dieser Folge retten wir ein paar Tiere, überqueren einen Fluss ohne Brücke und blockieren unfreiwillig den Weg einer Schäferin. Ein weiterer Teil unseres Abenteuers auf dem langen Weg nach Hause.

Schlechtes Wetter und heiße Quellen

Der kommende Abschnitt ist nach Thessaloniki wieder ländlich und führt entlang des Koronia & Volvi See’s. Das Wetter hält sich. Am Supermarkt in Vrasna Beach treffen wir auf dem Parkplatz einen lokalen Feuerwehrmann, der ganz interessiert ist. Er würde uns einladen, wenn seine Mutter nicht bei ihm wohnen würde. Abends kommen wir bei den heißen Quellen an und stehen vor verschlossenem Tor. Fünf Autos stehen davor. Wir lassen die Fahrräder stehen und erkunden das Gelände zu Fuß. Wir treffen ein paar Badende und fragen sie, ob man hier zelten kann. Sie verweisen uns an Georg den Sicherheitsmann. Es stellt sich heraus, dass er der letzte übrig gebliebene Bewohner ist. Die staatliche Heilanstalt gibt es schon lange nicht mehr und in der Zwischenzeit wohnten dort Saisonarbeiter, welche nicht pfleglich mit dem Ort umgegangen waren. Außerdem waren auch ein paar naturverbundene Menschen unter den Bewohnern. Diese verbrachten dort ihre Winter. Mittlerweile ist das Gelände leider verkauft und als Ferienresort geplant. Covid hat den Fortschritt erst einmal aufgehalten, aber lange wird diese Gabe der Natur nicht mehr für die Allgemeinheit, sondern dann im Resortstil für zahlende Gäste bereitstehen. Wir durften noch Georgs(der letzte Bewohner und Hausmeister) Gastfreundschaft

Danke für alles Georg!

und die natürlich schönen heißen Bäder genießen. Danke dafür. Unser letztes Bad war schon eine Weile her, da genießen wir so etwas natürlich umso mehr. Also früh noch mal schnell heiß baden und dann weiter zum Holzhaus.

Schön war es

Dies hatte Diana in einer Facebook-Gruppe gefunden. Birgit hatte es zum Quarantäne verbringen angeboten, oder wer sonst für ein paar Arbeiten und Bella den “Wachhund“ versorgen bleiben mag.

Das ist Bella welche einfach eingezogen ist

Dafür muss sie nicht so oft hin und her fahren und muss keine Angst vor Einbrechern haben. Wir essen schön Mittag am Pyrgos Apollonias Turm mit Aussicht, da wir etwas früh dort sind.

Immer am Meer entlang

Dann fahren wir vier Kilometer weiter, um Birgit zu treffen. Wir verbringen die Tage bei wechselndem Wetter in einem süßen kleinen Holzhaus mit Holzofen.

Ankunft

Wir verstehen uns super mit Birgit und freuen uns über die tierischen Bewohner.

Birgit versorgt uns mit leckeren Sachen die das Leben schöner machen 🙂
Lecker Mittag mit gesammelten Kräutern aus dem Garten

Spaß haben wir bei den Arbeiten und genießen die gemütlichen Abende vor dem Ofen.

Es fällt uns nicht ganz leicht uns zu verabschieden und wir verbringen zwölf schöne Tage. Danke an Birgit für alles!!!

Wollt ihr auch die Ruhe in einem gemütlichen Holzhäuschen an der griechischen Küste genießen?

Zu mieten unter: https://goo.gl/maps/4C7fhB5AFSSiU7Kr6

Zu viert unterwegs

Der erste Tag zu viert auf unserer Reise. Der Morgen wird kühl und feucht. Wir fahren erst einmal wieder an der Autobahn entlang. Gegenwind kommt auch dazu. Das hält uns aber nicht davon ab Richtung Türkei zu fahren. Heute wollen wir ein kurzes Stück mit der Fähre über die Insel Istiea  abkürzen.

Warten auf die Fähre

Zeitlich darauf eingestellt wollen wir uns die Tickets beim Hafenmeister besorgen, leider wird nur an einheimische Bürger verkauft. „CORONA, CORONA, LOCKDOWN “ bekommen wir mit zuckenden Schultern zur Antwort. Dafür finden wir die leckersten Grapefruits die wir je gegessen haben. Wir nehmen so viele mit wie wir tragen können.

Ein Teil der Beute

Somit radeln wir weiter an der wunderschönen Küste entlang und finden einen tollen Platz fürs Camping. Die Nacht ist kalt, früh gibt es Raureif. Wir nutzen die Stelle, um früh ein Bad zu nehmen. Alles eingepackt geht es an der Bahn entlang auf einen Schotterweg. Es ist sehr angenehm warm und ruhig, das genießen wir denn gleich geht es an der Autobahn weiter.

Ganz viel Staub für unsere Ketten

Wir unterhalten uns mit Clemens und Solen den beiden Franzosen, gemeinsam finden wir ein Plätzchen im Olivenhain. Als uns am Morgen der Bauer findet bieten wir Kaffee an. Er hat kein Problem damit, dass wir da sind.

Zelten im Olivenhain

Es geht weiter an der Bahn hoch in ein Bergdörfchen, wo wir von der Polizei angesprochen werden. Sie wollen wissen, wo wir herkommen und hin wollen. „It is Lockdown“ wir erklären, dass wir auf kürzester Strecke nach Hause fahren (über Bulgarien) und sie lassen uns ziehen. Es wird relativ bergig zum Schluss. Dafür finden wir eine grandiose Stelle für die Nacht.

Eine Landzunge nur für uns, natürlich mit Blick

Doch in der Dämmerung kommt ein Auto und parkt direkt am Zelt. Ah, zum Glück nur der ansässige Fischer der zum Nachtfischen geht. Als er eine Stunde später zurückkehrt, schenkt er uns allen einen Fisch (der noch lebt). Wir bedanken uns und googeln erst einmal wie wir den Fisch ausnehmen. Das Feuer brennt zum Glück schon. Sehr gut schmeckt der eigens getötet und ausgenommene Fisch.(wahrscheinlich Dorade)
Am nächsten Morgen wird der holprige Küstenweg zur Herausforderung.

Auf und ab auf einer Schotterpiste , dafür mit wunderbaren Aussichten

Fast oben bemerke ich, dass meine GoPro ist aus Tasche gefallen. Patric opfert sich und fährt die 8 Kilometer zurück zum Start des Tages. Natürlich ohne Gepäck. Unsere Begleiter verabschieden sich, da sie weiter wollen. Wir finden die Kamera tatsächlich mitten auf dem Weg wieder. Leider erst kurz vor dem Startpunkt. Alles noch einmal fahren, Gepäck wieder anbauen und weiter geht es. Wir genießen die Strecke abseits der Hauptstraße. Ein Hügel noch zu erklimmen und dann geht es wieder parallel zur Autobahn. Es wird stürmisch im Tal und der Tag neigt sich dem Ende zu. Eine Speiche am Hinterrad bricht. Das kommt ja wie gerufen. Wir finden zum Glück ein halbwegs geschütztes Plätzchen zwischen ein paar Büschen.

Bremsscheibe ausbauen und Speiche ersetzen

Die Speiche ist schnell ersetzt, nur das Zelt findet nicht gleich ein windstilles Plätzchen. Am nächsten Tag wartet ein interessantes Treffen auf uns. Doch dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Unerwartetes Treffen

Der nächste Morgen ist schleppend. Wir spüren den vorhergehenden Tag in unseren Knochen und nehmen uns Zeit. Sicher gewöhnen wir uns erst wieder an den Rhythmus. Als wir losfahren fängt es an zu nieseln. An der Ausfahrt vom Feldweg auf die Straße sehen wir gegenüber ein Go-Kart Rennen trotz Lockdown. Wir folgen mal wieder der Eurovelo Route 11. Nach einer kleinen Abfahrt geht es parallel zur Autobahn weiter. Es ist recht kühl und wir packen die Handschuhe aus. Zum Mittag finden wir ein schönes Plätzchen in Inofyta an der Kirche. Der Pfarrer grüßt uns im Vorbeigehen. Wir entdecken die ersten schneebedeckten Gipfel in der Ferne. Hier gab es wohl einen richtigen Winter. Daran denkt man zuerst gar nicht, wenn man sich Griechenland vorstellt. Später auf einem Dorf fahren wir an einem Begräbnis vorbei. Das ruft dann kurz die Covid-Realität in den Fokus. Das geht an uns wohl ein bisschen vorbei, da wir einen anderen Alltag haben. Für die Nacht entscheiden wir uns an einer Kirche bei Vathy zu bleiben. Was wir da noch nicht wissen ist, was da abends noch los ist. Es kommen viele Gläubige, um eine Kerze anzuzünden. Bis spät am Abend soll es so weiter gehen. Wir trauen uns nicht so recht das Zelt aufzubauen.

Blick von der Kirche

Erst weit nach Einbruch der Dunkelheit sind wir bereit zum Schlafen. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen ist, dass wir Punkt fünf Uhr schon wieder geweckt werden. Der Wachdienst kommt und teilt uns mit, dass wir mal so langsam das Zelt abbauen sollen. Es kommen wohl bald die ersten Betenden. So früh sind wir noch nie gestartet. Dafür bekommen wir den Sonnenaufgang mit Blick auf Chalkida zu sehen. Der Ort ist definitiv Sehenswert mit seiner Brücken, dem vielen Wasser und auch der Karababa Burg. Auf letzterer werden wir frühstücken. Beim Verspeisen beobachten wir zwei städtische Angestellte welche um drei Flaggen zu hissen einen Kran bestellen. Das hätten man auch von der Burginnenseite händisch erledigen können. Selbst der Kranfahrer macht Fotos von der skurrilen Situation. Das Wetter reicht heute tatsächlich für kurze Kleidung. Sehr angenehm. Wir fahren eine sehr schöne Küstenstraße bei Sonnenschein entlang und genießen immer wieder die schönen Bilder.

An der Küste

Halten kurz um aus der Ferne ein Islet bei Panorama zu bewundern. Dort gibt es eine Kirche und ein paar Ruinen zu sehen. Ein paar Kilometer weiter kommen wir zur Abwechslung an den Paralimni See. Dort machen wir unsere Mittagsrast im kleinen Dörfchen Mouriki. Wir finden Schatten unter einem Baum an der Kirche. Dort stehen Fitnessgeräte für jedermann. Diese haben wir vielerorts bereits gesehen, wahrscheinlich war das eine Fördermaßnahme. Selten haben wir sie in Benutzung gesehen. Wir beobachten während wir Essen ein paar Kinder beim Verstecken spielen. Sie winken uns interessiert zu, halten aber Abstand. Wir freuen uns schon auf den nächsten Abschnitt. Dieser führt uns abseits der Straße entlang der Küste des Jlikisees. Dort wird es sicher eine schönes und stilles Plätzchen am Ufer geben. Als wir gerade am Ufer ein paar Szenen mit der Drohne filmen kommt ein Tandem gefahren, was uns überrascht. Wir haben seit Österreich keine Reiseradler mehr getroffen. Wir filmen sie gleich und wie wir uns begrüßen. Dies ist natürlich im YouTube-Video zu sehen. Nach einem kurzen Gespräch einigen wir uns darauf den Abend am See zusammen zu verbringen. Wir finden 6 km bevor wir wieder auf die Straße stoßen ein Plätzchen am Ufer. Nur die Brennholzsuche gestaltet sich schwierig.

Vorbereitungen fürs Abendbrot
Sonnenuntergang am See, jedes mal ein Genuß

Ein kleines Feuer wird es trotzdem. Abends wird es noch immer frisch. Wir tauschen Erfahrungen aus und gehen bald schlafen. Den ganzen Tag an der frischen Luft zu verbringen macht glücklich und müde.

Am frühen Morgen am See