Gastfreundschaft

Wir berichten aus unserem Leben als Langzeitreisende mit Zelt und Fahrrad. Es geht um Schutz, Gefühle, Abenteuer, Heimweh und Tapetenwechsel. Es ist alles schön und abwechslungsreich, jeden Tag neue Eindrücke und neue Menschen kennenlernen. Jedoch an einem bestimmten Punkt braucht jeder einfach wieder seine Familie, die geliebten Menschen, die wir seit über zwei Jahren nicht gesehen haben. Einen gewohnten Platz und Umfeld, welches man kennt und weiß, worauf man sich einstellen muss. Da wo wir sein können, erwünscht sind und einander lieb haben und uns kennen. Ein Ort der Zuflucht, ein Zuhause zu haben ist ein unbezahlbares Gut im Leben, welches nicht jeder hat. Doch wir haben den Luxus wählen zu dürfen. Nach unzähligen Abenteuern, plagender Ungewissheit und langanhaltender Wetterkapriolen sehnt sich unser Geist nach einem geregeltem Leben. Keine Sorge, wo die nächste Nacht, wo das nächste Lokal, die nächste Wasserstelle oder ein Unterschlupf vor schlechtem Wetter ist. Essenzielle überlebenswichtige Dinge, welche einerseits das Abenteuer ausmachen, andererseits einen gewissen Stress ausüben. Wir fühlen uns manchmal verloren und wenn die lieben Familien nicht wären, die uns willkommen heißen und aufnehmen wie ein Familien-Mitglied, wären wir sicher längst zurück. Ein gesundes Verhältnis zwischen Abenteuer, Ungewissheit, Zuflucht, Verlass und Beständigkeit sind wichtige Dinge, die unser Wohlbefinden beeinflussen. Deshalb sind wir sehr dankbar für jede Einladung zum Essen in ein Zuhause, einer Familie. Zum einen können wir uns entspannen und dürfen zum anderen die lokalen Gepflogenheiten und Spezialitäten kennenlernen. Es gibt nicht immer die Möglichkeit vorher zu klären, dass Diana kein Fleisch isst, aber meist gibt es noch einige vegetarische Varianten neben dem Hauptessen. Wir fühlen uns wohl und sind sicher untergebracht. Was sind eure Erfahrungen und wie handhabt ihr diverse Einladungen? Wir freuen uns, in den Kommentaren von euren Erfahrungen zu lesen.

Mehr Gastfreundschaft auf Youtube: https://youtu.be/JHmOuxHb9qs

Skardu
Aleem, Rahim & Family from Danyore
Yazin Valley
Ehsan&family @ Darkut
Eating with preachers in Garkuch at a mosque
Wir hatten eine gute Zeit in Mehragram
A ride down the mountain and dinner together in Gilgit
Invited directly from the road into a small village

Video [32] Historisches Ani und Platten ohne Ende

In dieser Episode sind wir weiterhin im kurdischen Teil der Türkei unterwegs und besuchen die ehemalige Hauptstadt der Armenier. Außerdem machen unsere Freunde Bekanntschaft mit Metalldrähten, welche sich im gesamten Mantel verstecken.

Video [31] Wahnsinn am Vansee

Wir fahren entlang des Vansees, werden auf unsere erste alkoholfreie Hochzeit eingeladen und besuchen einen besonderen Palast. Außerdem können wir den Iran schon sehen, für den es leider kein Visum gibt.

Schlechtes Wetter und heiße Quellen

Der kommende Abschnitt ist nach Thessaloniki wieder ländlich und führt entlang des Koronia & Volvi See’s. Das Wetter hält sich. Am Supermarkt in Vrasna Beach treffen wir auf dem Parkplatz einen lokalen Feuerwehrmann, der ganz interessiert ist. Er würde uns einladen, wenn seine Mutter nicht bei ihm wohnen würde. Abends kommen wir bei den heißen Quellen an und stehen vor verschlossenem Tor. Fünf Autos stehen davor. Wir lassen die Fahrräder stehen und erkunden das Gelände zu Fuß. Wir treffen ein paar Badende und fragen sie, ob man hier zelten kann. Sie verweisen uns an Georg den Sicherheitsmann. Es stellt sich heraus, dass er der letzte übrig gebliebene Bewohner ist. Die staatliche Heilanstalt gibt es schon lange nicht mehr und in der Zwischenzeit wohnten dort Saisonarbeiter, welche nicht pfleglich mit dem Ort umgegangen waren. Außerdem waren auch ein paar naturverbundene Menschen unter den Bewohnern. Diese verbrachten dort ihre Winter. Mittlerweile ist das Gelände leider verkauft und als Ferienresort geplant. Covid hat den Fortschritt erst einmal aufgehalten, aber lange wird diese Gabe der Natur nicht mehr für die Allgemeinheit, sondern dann im Resortstil für zahlende Gäste bereitstehen. Wir durften noch Georgs(der letzte Bewohner und Hausmeister) Gastfreundschaft

Danke für alles Georg!

und die natürlich schönen heißen Bäder genießen. Danke dafür. Unser letztes Bad war schon eine Weile her, da genießen wir so etwas natürlich umso mehr. Also früh noch mal schnell heiß baden und dann weiter zum Holzhaus.

Schön war es

Dies hatte Diana in einer Facebook-Gruppe gefunden. Birgit hatte es zum Quarantäne verbringen angeboten, oder wer sonst für ein paar Arbeiten und Bella den “Wachhund“ versorgen bleiben mag.

Das ist Bella welche einfach eingezogen ist

Dafür muss sie nicht so oft hin und her fahren und muss keine Angst vor Einbrechern haben. Wir essen schön Mittag am Pyrgos Apollonias Turm mit Aussicht, da wir etwas früh dort sind.

Immer am Meer entlang

Dann fahren wir vier Kilometer weiter, um Birgit zu treffen. Wir verbringen die Tage bei wechselndem Wetter in einem süßen kleinen Holzhaus mit Holzofen.

Ankunft

Wir verstehen uns super mit Birgit und freuen uns über die tierischen Bewohner.

Birgit versorgt uns mit leckeren Sachen die das Leben schöner machen 🙂
Lecker Mittag mit gesammelten Kräutern aus dem Garten

Spaß haben wir bei den Arbeiten und genießen die gemütlichen Abende vor dem Ofen.

Es fällt uns nicht ganz leicht uns zu verabschieden und wir verbringen zwölf schöne Tage. Danke an Birgit für alles!!!

Wollt ihr auch die Ruhe in einem gemütlichen Holzhäuschen an der griechischen Küste genießen?

Zu mieten unter: https://goo.gl/maps/4C7fhB5AFSSiU7Kr6

Zu viert unterwegs

Der erste Tag zu viert auf unserer Reise. Der Morgen wird kühl und feucht. Wir fahren erst einmal wieder an der Autobahn entlang. Gegenwind kommt auch dazu. Das hält uns aber nicht davon ab Richtung Türkei zu fahren. Heute wollen wir ein kurzes Stück mit der Fähre über die Insel Istiea  abkürzen.

Warten auf die Fähre

Zeitlich darauf eingestellt wollen wir uns die Tickets beim Hafenmeister besorgen, leider wird nur an einheimische Bürger verkauft. „CORONA, CORONA, LOCKDOWN “ bekommen wir mit zuckenden Schultern zur Antwort. Dafür finden wir die leckersten Grapefruits die wir je gegessen haben. Wir nehmen so viele mit wie wir tragen können.

Ein Teil der Beute

Somit radeln wir weiter an der wunderschönen Küste entlang und finden einen tollen Platz fürs Camping. Die Nacht ist kalt, früh gibt es Raureif. Wir nutzen die Stelle, um früh ein Bad zu nehmen. Alles eingepackt geht es an der Bahn entlang auf einen Schotterweg. Es ist sehr angenehm warm und ruhig, das genießen wir denn gleich geht es an der Autobahn weiter.

Ganz viel Staub für unsere Ketten

Wir unterhalten uns mit Clemens und Solen den beiden Franzosen, gemeinsam finden wir ein Plätzchen im Olivenhain. Als uns am Morgen der Bauer findet bieten wir Kaffee an. Er hat kein Problem damit, dass wir da sind.

Zelten im Olivenhain

Es geht weiter an der Bahn hoch in ein Bergdörfchen, wo wir von der Polizei angesprochen werden. Sie wollen wissen, wo wir herkommen und hin wollen. „It is Lockdown“ wir erklären, dass wir auf kürzester Strecke nach Hause fahren (über Bulgarien) und sie lassen uns ziehen. Es wird relativ bergig zum Schluss. Dafür finden wir eine grandiose Stelle für die Nacht.

Eine Landzunge nur für uns, natürlich mit Blick

Doch in der Dämmerung kommt ein Auto und parkt direkt am Zelt. Ah, zum Glück nur der ansässige Fischer der zum Nachtfischen geht. Als er eine Stunde später zurückkehrt, schenkt er uns allen einen Fisch (der noch lebt). Wir bedanken uns und googeln erst einmal wie wir den Fisch ausnehmen. Das Feuer brennt zum Glück schon. Sehr gut schmeckt der eigens getötet und ausgenommene Fisch.(wahrscheinlich Dorade)
Am nächsten Morgen wird der holprige Küstenweg zur Herausforderung.

Auf und ab auf einer Schotterpiste , dafür mit wunderbaren Aussichten

Fast oben bemerke ich, dass meine GoPro ist aus Tasche gefallen. Patric opfert sich und fährt die 8 Kilometer zurück zum Start des Tages. Natürlich ohne Gepäck. Unsere Begleiter verabschieden sich, da sie weiter wollen. Wir finden die Kamera tatsächlich mitten auf dem Weg wieder. Leider erst kurz vor dem Startpunkt. Alles noch einmal fahren, Gepäck wieder anbauen und weiter geht es. Wir genießen die Strecke abseits der Hauptstraße. Ein Hügel noch zu erklimmen und dann geht es wieder parallel zur Autobahn. Es wird stürmisch im Tal und der Tag neigt sich dem Ende zu. Eine Speiche am Hinterrad bricht. Das kommt ja wie gerufen. Wir finden zum Glück ein halbwegs geschütztes Plätzchen zwischen ein paar Büschen.

Bremsscheibe ausbauen und Speiche ersetzen

Die Speiche ist schnell ersetzt, nur das Zelt findet nicht gleich ein windstilles Plätzchen. Am nächsten Tag wartet ein interessantes Treffen auf uns. Doch dazu mehr im nächsten Abschnitt.