Es geht weiter!!!

Die Fähre von Rhodos nach Athen war zur Abwechslung entspannt. Dank des Lockdowns fast leer und kaum Seegang. Wir schaffen es sogar ein Video komplett zu bearbeiten.

Videobearbeitung auf der Faehre

Wir sind etwas früher als erwartet am Hafen. Das freut uns, da wir schon wissen was uns bevor steht.

Die Sonne geht auf kurz vor Athen.

Ein langer Tag im Großstadtverkehr. Einmal rein und und auf der anderen Seite wieder raus. Wir haben gleich doppelt Glück, da wir sofort zwei Radfahrer am Hafen erspähen und uns dranhängen. Sie kennen sich tatsächlich aus und bringen uns sogar zum einzigen Radweg ins Zentrum. Sie haben Pläne und verabschieden sich, nachdem wir uns bedankt haben. Dianas Bremse macht auf einmal quietschende Geräusche. Dies stellt sich später zum Glück nur als Steinchen, den wir aus den Bremsbelägen ziehen müssen, heraus. Wir sind noch unsicher, ob die Polizei sich für uns interessiert. Glück für uns, dass es eine Demonstration geben soll, da haben sie andere Sorgen. Anschauen können wir uns die Attraktionen nur von außen dank Corona, aber da wir durch die Stadt wollen ist da sowieso nicht viel Zeit übrig.

Die Acropolis von Athen aus der Ferne

Zum Mittag im Park kommen wir mit zwei Griechen ins Gespräch, welche auf einer Fahrradrunde in Athen unterwegs sind. Im Park ist viel los. Mehr als gedacht. Sie sind sehr interessiert und wünschen uns alles Gute. Der Weg vom Zentrum zum Stadtrand wird anstrengend. Viel Verkehr und eine Menge Zickzack. Eine gute Menge Höhenmeter obendrauf. Beim Versuch etwas zu bekommen, treffen wir ein griechisches Pärchen. Sie sind interessiert und wollen uns unterstützen. Helfen uns obendrein noch in der Apotheke. Die Postkarte für die ausgegebene Mahlzeit werden wir aus der Türkei verschicken. Erschöpft aber glücklich landen wir abends auf einem Olivenhain.

Der erste Schlafplatz auf dem Festland.

Lockdown auf Rhodos

Ankunft in Rhodos am morgen 9 Uhr. Die Sonne scheint. Wir sind total fertig. Nur noch 73km und 800 Höhenmeter trennen uns von der Dusche, den leckeren Beefsteaks von Marc und einem gemütlichen Bett zum Erholen. Es wird ein harter Tag für Patric. Er fühlt sich schwach und es plagt Übelkeit. Wir ziehen das durch und kommen kurz vor der Dunkelheit an. Schnell die Runde begrüßen, duschen, schmausen und ab ins verlockende Bett. Danke an dieser Stelle noch einmal an Marc für die Einladung und Organisation. Die zwei Wochen Urlaub vom Urlaub vergehen wie im Fluge. Wir wollten up to date mit sein mit Blog und den Videos, viel haben wir nicht geschafft. Irgendwie fühlt es sich komisch an wieder auf dem Rad zu sitzen. Wir wollen nicht so recht weiter. Die eine Runde um die Insel noch zu Ende fahren, wir haben ja Zeit, bleiben an vielen schönen Stellen und verweilen. Eine schöne Kirche in einem Tal, am Stausee, an der einsamen Westküste oder an einem Ausguck der örtlichen Feuerwehr mit Blick auf Chalki. Es gibt unzählige mehr. Rhodos ist eine schöne Insel. Vor allem ohne Touristen. Als wir gerade bei unserer ersten Umrundung in Damatria beim Bäcker sitzen, erfahren wir vom anstehenden Lockdown.

Ein sehr freundlicher und leckerer Bäcker

Nun gilt es zu entscheiden: schnell runter von der Insel oder bleiben. Da wir nicht wissen wie ernst die Polizei den Lockdown nimmt und der Winter vor der Tür steht, entscheiden wir uns zu bleiben. Auf dem Parkplatz am Supermarkt weist uns eine Dame auf Deutsch darauf hin, dass einer unserer Handschuhe auf den Boden gefallen ist. Wir nutzen die Chance, um sie um Hilfe zu bitten. Wir finden gleichzeitig heraus, dass Bernd, ein weiterer Deutscher, beim Imbiss arbeitet. Dieser telefoniert ein bisschen für uns herum und schon haben wir eine günstige Unterkunft für die nächsten 10 Tage. Diese nutzen wir für ein paar Erkundungsfahrten in der Umgebung.

Blick von einer Höhle im Klettergebiet

Wir merken schnell, dass wir uns frei bewegen können. Schon sind wir unterwegs auf unserer zweiten Inselrunde.

Hungrige Katzen beim Frühstück

Dabei bleiben wir an Elianas Beachbar hängen. Der Besitzer bemerkt uns schnell, dank dörflicher Aufmerksamkeit. Er ist freundlich und lässt uns gerne bleiben. Aktiviert sogar das WLAN für uns. Nach einigen starken Regenschauern und Sturm, sind wir froh ein Dach über dem Zelt zu haben. Nach einigen Tagen dort lernen wir einen weiteren Deutschen kennen, welcher erst anbietet für uns einzukaufen und später mit ihm Weihnachten zu verbringen. In seinem Gästehaus bleiben wir zwei Monate. Er kennt die Insel sehr gut und verschafft uns weitere Eindrücke. Wir fahren einige Inselsafaritouren mit ihm. Wir lernen viele liebe Menschen, welche unser Herz berühren, kennen. Ganz lieben Dank für die Hilfe. Der Lockdown ist bestimmt schnell vorbei dachten wir uns anfänglich. Am Ende blieben wir drei Monate länger auf Rhodos. Da hatten wir genug und sind mit Ausrede auf die Fähre nach Athen um weiterzufahren. Schließlich war
der gröbste Winter vorbei und wir haben die Insel ausgiebig erkundet.